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Bewerben auf Schweizer Art: Was ins Dossier gehört

Foto oder nicht? Wie lang darf das Motivationsschreiben sein? Und was hat es mit dem Arbeitszeugnis-Code auf sich?

Redaktion swissexpat · 11. Juli 2026 · 5 Min.

Bewerben auf Schweizer Art: Was ins Dossier gehört

Das Schweizer Bewerbungsdossier ist formeller und vollständiger als in vielen Herkunftsländern. Wer die Konventionen kennt, hebt sich sofort positiv ab.

Das vollständige Dossier

Erwartet werden: tabellarischer Lebenslauf (zwei Seiten, mit professionellem Foto), Motivationsschreiben (eine Seite, konkret auf die Stelle bezogen), Arbeitszeugnisse aller bisherigen Stellen sowie Diplome und Zertifikate. Alles als ein sauberes PDF.

Die häufigsten Fehler von Zuwanderern

  • Fehlende Arbeitszeugnisse – in der Schweiz Standard, im Ausland oft unüblich: Referenzschreiben nachfordern.
  • Zu lange, generische Motivationsschreiben.
  • Lücken im CV unerklärt lassen.
  • Diplome ohne Anerkennung/Einstufung einreichen.

Zeugnis-Codes verstehen

Schweizer Arbeitszeugnisse sind stets wohlwollend formuliert – und gerade darum codiert. «Stets zu unserer vollsten Zufriedenheit» ist eine Bestnote, «bemühte sich» ein Alarmsignal. Lassen Sie Zeugnisse im Zweifel von Profis lesen und übersetzen.

In der Schweiz gewinnt nicht das lauteste Dossier, sondern das vollständigste.

Nach dem Versand gilt: Geduld. Zwei bis vier Wochen Antwortzeit sind normal, ein höfliches Nachfassen nach 14 Tagen ist akzeptiert.

Redaktionelle Einordnung; branchenübliche Praxis. Stand Juli 2026.

Dieser Beitrag gehört zur Phase «Prüfen». Im Mitgliederbereich berechnen wir die Fristen auf Ihr Datum und Ihren Kanton. Konto erstellen

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